Bericht von Whitney, 08.11.2018

 

Draußen ist es kalt und alle verschließen sich in ihren Häusern, aber nicht wir! Mutig und bepackt mit allerlei Verpflegung und einer Wanderkothe wollten wir (Olaf, Daniel, Nala, Felix, Amon, Niklas und ich, Whitney) vom 1.11. bis 4.11. auf Herbstfahrt gehen! Wir wanderten am 1.11. los, nachdem wir uns vom 31.10. auf den 1.11. eine Filmenacht zusammen erlaubt haben mit Ghoustbusters und Jurassic Park. Wir fuhren bis Forbach mit der S8 und wanderten dann an der Murg über den Sasbach und schließlich am Eberbach vorbei nicht ganz so leicht zu erklimmenden Berg hoch zur Ebersloh-Hütte, wo wir abends gegen 18:30 Uhr ankamen und mit Schrecken feststellen mussten, dass die „Schutzhütte“ abgeschlossen war. Da die nächste Hütte zu weit weg war, entschlossen wir uns dazu bei der Hütte zu bleiben und auf deren Balkon zu schlafen, welcher offen begehbar war. Also schnell Küchenteam gefunden, welches uns unseren berühmten „Reis mit Scheiß“ kochte und der Rest hat schon mal Isomatten und Schlafsäcke ausgepackt und hingelegt. Da wir kein Dach über dem Kopf haben, benutzten wir die Kothenplanen als Überdecke und Regenschutz, was keine schlechte Idee war, da es in der Nacht regnete.

Am nächsten Tag waren alle wieder frisch und die Isomatten einiger leicht feucht. Das hielt uns aber nicht davon ab, die Hütte zu verlassen und weiterzulaufen. Wir packten also alles ein und verließen unseren Rastplatz. Nach knappen 3 ½ Stunden erreichten wir unser Halbtagsziel: Die Prinzenhütte. Dort aßen wir zu Mittag und machten uns eilig weiter auf den Weg nach Kaltenbronn. Der Weg nach Kaltenbronn erwies sich als natürliche Schönheit! Wir durchquerten ein naturgeschütztes Moor, welches so gut wie alle beeindruckte. In Kaltenbronn angekommen mussten wir leider erkennen, dass das „Dorf“ nur aus 5 Häusern bestand. Einem Infozentrum, Einem Skilift, ein Hotel mit Gastronomie und 2 Privathäusern. Wir wollten in dieser Nacht nicht noch mal draußen schlafen und wollten eigentlich an Häusern klingeln und fragen, ob wir bei den Leuten nächtigen dürfen. Aufgrund der geringen Häuseranzahl schätzten wir, dass wir keine große Chance haben, hier etwas zu finden und trotzdem wagte sich ein mutiger Teil unserer Gruppe an den wenigen Häusern zu fragen und wir hatten wider Erwarten Erfolg! Wir durften in der Nacht in der Jagdresidenz von Karl Wilhelm nächtigen! Es war ein prachtvolles Holzhaus, mit vielen Tierschädeln als Wandverschönerung. Die Anwohnerin war sehr nett und wir durften auf einem Kochholzofen Namens „Cookie“ unsere Maultaschen in der Brühe erwärmen.

Am Samstag ging es weiter. Es war der letzte ganze Wandertag der Fahrt und einige träumten schon von Dusche oder WLAN. Aber wir wollten trotzdem weiterlaufen, weswegen wir uns auf den Weg den Berg wieder runter nach Reichental machten, welches ein wenig später unser Mittagsziel markieren sollte. Dort angekommen aßen wir an einer sonnigen Parkbank zu Mittag und verließen Reichental gegen 14:00 Uhr. Unser Weg führte uns über den „Kunstpfad“ nach Obertsrot. Der Kunstpfad war für manche sehr interessant, einige fanden die Kunst aber auch skurril und komisch. Wir verließen den Kunstpfad in Hilpertsau, von wo aus es nur noch ein Katzensprung nach Obertsrot und dem nächsten Netto war. Am Netto angekommen bildeten wir ein „Einkauf-“ und ein „Schlafplatzsuch-Team“. Die Schlafplatzsuche war anfangs nicht so erfolgreich, aber dann haben wir was gefunden: Ein Gemeindehaus! Also schnell zum Netto gerannt, dass andere Team geholt und ab gings alle zusammen zum Gemeindehaus. Wir kochten an dem Abend leckere Käse Spätzle, spielten Werwolf und hatten viel Spaß!

Am letzten Tag der Fahrt, dem Sonntag, wanderten wir nicht viel. Wir liefen zur S-Bahn Haltestelle und fuhren nach Karlsruhe, wo wir uns entschieden mit der S2 nach Friedrichstal zu fahren. Leider mussten wir fast eine Stunde auf die Bahn warten aber kamen dann um ca. 13:30 Uhr in Friedrichstal an und liefen zum Pfadfinderheim, wo wir schnell das Material verräumten und die Fahrt gemeinsam beendeten.

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